Kpanlogo


Die Kpanlogo (-Trommel) (Panlogo oder Palogo gesprochen) stammt aus Ghana und
ist die Ur-Conga.
Sie ist mit einem Antilopen- oder Kuhfell bespannt. Das Fell wird
über einem Eisenring mit Schnüren und Holzpflöcken an der Trommel befestigt.
Das Nachspannen erfolgt durch das Nachschlagen der Pflöcke oder durch Wärme
z.B. in der Sonne.

Die in Ghana traditionell gespielten Kpanlogo-Rhythmen werden mit Cowbell und Shaker gespielt und mit Tanz und Gesang oder kleinen Theatereinlagen aufgeführt.

Die Kpanlogo ist eine vielseitige Trommel, auf der man auch cubanische, brasilianische /Congarhythmen, Stockrhythmen oder auch Djemberhythmen spielen kann. Sie bringt weiche, warme und satte Töne hervor und ist nicht ganz so laut wie die Djembe, daher gut zum Musizieren mit Lautstärke empfindlichen Personen oder Kindern geeignet.
Die Stockrhythmen werden entweder mit 2 Stöcken oder mit Hand und Stock gespielt.



Oprente


Die Oprente ist etwas bauchiger als die Kpanlogo und hat einen Fuß. Sie hat mehr Klangvolumen und wird auch als Solotrommel/Masterdrum gespielt.

 

Kpanlogo-Drum-Ensemble

In einem Kpanlogo-Drum-Emsemble gibt es noch weitere "Kpanlogo"-Trommeln, die in Form und Größe variieren, von klein bis mannesgroß und je nach Volksstamm (Ga, Ewe, Ashanti etc.) unterschiedliche Namen tragen (z.B. Kidi, Apentemma, Lolomi, etc.).
Sie können Hand- und/oder Stocktrommeln sein (werden mit den Händen oder mit Hand und Stock oder nur mit 2 Stöcken gespielt).
Je nach Rhythmus oder Volksstamm/Volkssitte gibt es noch viele andere Drum-Ensembles mit weiteren Trommeln.

Eine Brekete ist eine sirrende Basstrommel, die über die Schulter gehängt unterm Arm mit einem gebogenen Stock gespielt wird.

Talking Drums, die "sprechenden Trommeln", ebenfalls unterm Arm mit einem gebogenen Stock und Hand gespielt, finden sich oft in afrikanischen Drum Ensembles und kommunizieren als Solotrommel auch gerne mit dem Publikum.



Doppelglocke


Die Doppelglocke (auch Agogo, Cowbell oder Clave genannt) ist der rote Faden in der afrika-
nischen/ghanaischen Musik und alle Musiker und Tänzer können sich an ihr orientieren.
Sie ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Unterrichts. Die Cowbell wird mit einem afrikanischen Holzstock oder einem großen Nagel von langsam bis rasend schnell gespielt.

Dasselbe gilt für die Bananenglocke, die in der Hand oder an den Basstrommeln 
ihren Einsatz findet.



Klanghölzer



(auch Claves genannt)

2 dicke Klangstäbe durchdringend klingender Harthölzer, die ähnlich wie die Metallglocken zum Einsatz kommen. Meist werden markante Rhythmen bestehend aus einigen wenigen Schlägen mit ihnen gespielt.



Shaker


(auch Shekere, Kalabashi, Rassel)

Der Shaker besteht aus einer ausgehöhlten Kalebasse, auf die ein Netz mit muschel- artigen Kernen gespannt ist. Es gibt verschiedene Formen, Größen und Spieltechniken
des Shakers.


 

Djembe

Die Djembe (-Trommel) kann aus verschiedenen Hölzern (meist afrikanischen Harthölzern,
z.B. Lenke, Mahagoni, etc.) gefertigt sein und ist mit einem Ziegenfell über 2 Eisenringen
und Schnüren über die obere Hälfte der Trommel bespannt. Das Nachspannen erfogt
durch Nachziehen der Verschnürung.

Die Djembe ist ursprünglich in Guinea, Senegal, Mali, Elfenbeinküste beheimatet, wo
sie traditionell vom Stamm der Malinke gespielt wird. Sie ist nicht so laut wie die
Kpanlogo-Trommel und hat satte, tiefe Bässe und knallige Sounds (Slaps). Sie eignet
sich gut als Solotrommel und kann an einem Trägerband umgehängt auch im Stehen
gespielt werden.  Der Groove der Rhythmen wird von den 3 Basstrommeln und Glockenklängen gewoben.



Basstrommeln (Dundun, Sangban, Kenkeni)





Dundun (links, auch Doundoun)

große Basstrommel, tiefer Sound

Die Dundun ist beidseitig mit einem Kuhfell über Eisenringen mit Schnüren, die längsseitig der Trommel verlaufen, bespannt. Sie wird meist auf einem Holzständer quer gelegt mit einer Bananenglocke oben auf gespielt. Die linke Hand schlägt den Glockenrhythmus für den Klangteppich, die rechte den Dundun-Rhythmus mit einem dicken Holzschlegel (Linkshänder anders herum).

Die Dundun und Sangban-Rhythmen bilden oft den Klangcharakter des Grooves.
Der Dundun-Spieler kommuniziert, responded und improvisiert auch mit dem (Djembe-)Solisten.



Sangban (mitte)

mittlere Basstrommel

Die Spielweise ist dieselbe wie die der Dundun. Auf der Sangban werden oft heraus- ragende Rhythmuspattern gespielt, die den Groove und die Klangfigur im Rhythmus produzieren oder markieren.



Kenkeni

Kenkeni (rechts)

kleine Basstrommel, heller Sound

Die Spielweise ist dieselbe wie die der Dundun. Die Kenkeni wird oft ohne Variation durchgespielt und dient der Orientierung und Gleichmäßigkeit im Rhythmus.